Coronamüdigkeit

Ich hab mir eben die Pressekonferenz von Olaf Scholz zur aktuellen Ministerpräsidentenkonferenz angesehen in der es um die neuen Corona Beschlüsse ging. 

Mein ehrlicher Eindruck? Laber Rhababer, schwafel-di-schwafel…

Am 20.3. sollen also alle Massnahmen fallen. Aha. Soso. Welche Massnahmen eigentlich? Was soll denn da noch geöffnet werden? 

Die Tage lief mir die Kolumne von Sascha Lobo auf SPON über die Füsse mit dem Titel “Angekommen in der inneren Endemiedie Ich sehr gut fand. 

Lobo schreibt hier: “Es fällt mir schwer, es zuzugeben: Draußen tobt die Pandemie heftiger als je zuvor, aber die Pandemie ist für mich vorbei. Ich bin in einer inneren Endemie angekommen.”

Und Ich muss sagen mir geht es genauso. Würde Ich kein Homeoffice machen wäre Ich von Corona in meinem Alltag so gut wie gar nicht betroffen. Ich bin dreifach geimpft und die “Einschränkung” dass man nicht ohne Maske in einen geschlossenen Raum wie ein Geschäft oder eine Lokalität geht ist für mich mittlerweile so selbstverständlich wie dass man nicht ohne Hose aus dem Haus geht. 

Zitat weiter: “Es ist, wenn ich schonungslos ehrlich sein soll, eine Mischung aus Egalheit, Rücksichtslosigkeit und Resignation. Das hört sich von außen vielleicht negativer an, als es sich von innen anfühlt. Tatsächlich handelt es sich um ein Gefühl der Befreiung. Mir ist vollkommen klar, dass die Voraussetzung für den Zustand der inneren Endemie große Privilegiertheit ist. […] mein Job lässt sich zu über 90 Prozent vom Homeoffice aus erledigen und verschafft mir finanzielle Unabhängigkeit, in meinem Umfeld sind praktisch keine stark gefährdeten Personen und so weiter.”

Ich kann da nur zustimmen. Jedesmal wenn Ich Twitter öffne und immer wieder und wieder und wieder “Corona” lese denke Ich für mich so alter Leute! Habt Ihr keine anderen Themen? Ist doch mal gut jetzt! Es nervt so langsam! Sucht euch doch n Hobby als mich mit dem Scheiss zu nerven! HAAAAALO! KAPIERT IHR DAS NICHT: ES BETRIFFT MICH ALLES NICHT!!!!!

Ich hab zwei Jahre alles gemacht was von mir verlangt wurde: Ich mache Homeoffice, treffe keine Menschen, will nicht ins Kino oder in die Disko gehen, will nicht auf den Weihnachtsmarkt oder auf die Kerwe gehen, hab mich damit abgefunden keinen Geburtstag zu feiern und so weiter. Das fällt mir auch alles nicht besonders schwer. Klar, Geburtstag mit Familie und Freunden zu feiern wär schön, geht aber grad eher schwer weil vor allem Ältere Leute mit Vorerkrankungen und Angst vor Ansteckung. So what! Ist halt so. 

Und was machen die Medien? in jeder zweiten Artikelüberschrift steht “Lockerung” und “Öffnung” und so weiter. Ich scrolle da durch und denke: Ja, was wollt Ihr denn noch öffnen? Ich darf doch in meinen heissgeliebten Baumarkt gehen, darf Schrauben und Bretter shoppen, darf danach auf dem Parkplatz eine fettige Currywurst mit Pomme Mayo essen und mir eine Coke dazu hinter die Binde kippen! Ist doch klasse! Ich war als Ich die Tage mehrere Wochen bei meiner Mutter war mit Ihr sogar essen. Klasse! 

Was wollt Ihr denn noch? Soweit Ich weiss darf man als Geboosterter sogar ins Fitti, ins Kino usw. 

Nochmal: Von was für Einschränkungen reden hier denn dauernd alle? Ich sehe keine!

Zitat Lobo erneut: “Aber inzwischen ist bei mir die ohnehin etwas schale Verzichtssolidarität – ich fahre nicht in den Urlaub, wenn nicht alle es können (oder so ähnlich) – aufgebraucht. Das mag man als egozentrisch oder boshaft empfinden, aber mir kommt es nicht mehr so vor, als würde ich der Gesellschaft pandemischen Verzicht schulden. Es ist nicht so, dass ich so tue, als existiere Corona nicht. Aber ich verhalte mich minimalkonform, was die Regeln angeht. Mit der Tendenz zu einer gewissen Laxheit in der konkreten Umsetzung. Und mit der Bereitschaft, das private Umfeld von den meisten Regeln unberührt zu lassen, weil ich dort ausschließlich auf die Eigenverantwortung der Menschen um mich herum setze. Um es konkret zu machen: Sollten noch einmal Kontaktbeschränkungen erlassen werden, es wäre mir spektakulär egal, ich würde trotzdem zu Hause fünf Leute aus sechs Haushalten empfangen. Bis auf FFP2-Masken an sinnvollen Stellen habe ich fast alle Vorsicht fahren lassen.”

Auch hier kann Ich nur zustimmen: Die Tage hat mich meine Nachbarin zu einem Spaziergang “gezwungen” (“Ist doch gut für deine Gesundheit!”). Eine schöne lange Runde von unserem Haus in Dresden Löbtau hoch nach Gorbitz ans Kaufland und zurück. Unterwegs haben wir dann auch Menschen gesehen die allerdings nicht spazieren gingen sondern einen “Spaziergang” gemacht haben. Wir hatten beide nur dreifach geimpftes Kopfschütteln für diese Spacken übrig. Innerlich dachte Ich mir so: Möget Ihr euch doch alle anstecken und mögen dann mal die Leute die sich seit zwei Jahren in den Krankenhäusern auf den Coronastationen für solche Deppen wie euch den Arsch aufreissen streiken und möget Ihr doch alle an dem scheiss Virus verrecken, die Welt wäre eine viel schönere ohne euch…

Ich hab mich die Tage sogar bei der Überlegung ertappt ob das überhaupt moralisch verwerflich wäre wenn man Leute dich sich bewusst nicht haben impfen lassen obwohl sie es hätten können und dann an Corona erkranken die Behandlung im Krankenhaus verweigern sollte. Da bekam Ich dann aber gleich schon ein wenig Angst vor mir selbst ob meiner “Radikalisierung”. 

Lobo schreibt weiter dass es Ihm mittlerweile egal ist wie hoch die tägliche Anzahl an Neuansteckungen ist. Mir geht es da genauso. Das ist so als würde Ich jeden Samstag Lottozahlen schauen obwohl Ich nicht getippt habe. Das sind für mich nutzlose Informationen die mich nicht betreffen und mit denen Ich nichts anfangen kann. 

Zitat: “Ich habe akzeptiert, dass sich früher oder später alle anstecken, wie die meisten Fachleute sagen. Deshalb umarme ich Leute, ich gebe die Hand, ich fliege in Urlaub, ich gehe in Cafés und Restaurants und auch ins Kino und […] zu Veranstaltungen und treffe mich mit vielen Freunden.”

Ich kann dem nur zustimmen. 

Unter der Zwischenüberschrift “Postpandemische Gesellschaft” geht es darum dass Corona mittlerweile zu einer gewissen Grundnormalität in unserem Alltag wurde. Es ist halt da, so wie das Ozonloch oder so und es geht halt auch nicht mehr weg. So müssen wir uns im Sommer eben besser eincremen und uns alle drei Monate boostern lassen. So what!

Die für die Corona immer noch keine Normalität ist sind die, die auf die Strasse gehen, von einer Diktatur faseln (da möchte man doch nur allzu gerne ne “Bleispritze” nehmen und denen zeigen WAS Diktatur in anderen Ländern ist!). Ich habe für diese Menschen einfach nur noch Verachtung übrig. Und auch wenn der eine oder andere da nur mitläuft weil Ihm als Geschäftsmann an Corona sein Betrieb kaputt gegangen ist, man möchte Ihm mit einem Megafon ins Gesicht brüllen dass Ihm beide Trommelfelle platzen: “MAN GEHT NICHT MIT NAZIS AUF EIN UND DIE SELBE DEMO VERFICKT NOCH MAL!” 

Interessent wäre es zu wissen wie stark Corona in den Medien noch Thema wäre wenn es diese Demos nicht gäbe. Ich fände es ja schön wenn sich alle Medien in Deutschland einig wären und das Thema Coronademos für nicht mehr berichtenswert erachten würden. Einfach in der Berichterstattung so verhalten als wären sie nicht existent. Interessant wird aber auf jeden Fall was irgendwann nach Corona aus den ganzen Leuten wird die sich da Tag für Tag auf den Demobühnen die Stimme heiser schreien. Was machen eigentlich Naidoo und Jebsen? Schon lange nix mehr gehört von den beiden…

Weiteres Zitat: “Die eine [Bevölkerungsgruppe] hat für sich das Beste daraus gemacht, zählt hinter vorgehaltener Hand sogar die Vorteile auf. Zum Beispiel, dass inzwischen Homeoffice möglich sei, wo es vorher undenkbar war, und dass dadurch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einfacher geworden sei. Es ist keine besonders populäre Haltung, weil die Pandemie so großes Leid verursacht hat, deshalb hört man seltener davon. Aber die, die bei allen Schwierigkeiten ihren Nutzen aus der Pandemie zogen und gewissermaßen pandemienetto im Plus sind, sind viel, viel mehr Leute, als man auf den ersten Blick glauben würde.”

Mein kleine Scherz am Rande ist da gerne: Das einzig tolle das Corona uns gebracht hat ist dass Ich mein 50 Cent Brötchen beim Bäcker und meine Currywurst Pommes Cola am Imbiss jetzt auch mit Karte zahlen kann und da nicht immer mit den Fuffies auftauchen muss um mir ein Augenrollen von der Verkäuferin einzuhandeln. 

Nein, im Ernst: Mir ist das mit dem Corona mittlerweile total egal und das einzigste auf das Ich hoffe ist dass es nicht noch einmal einen Lockdown gibt. Denn der Besuch vom Centro in Oberhausen in meinem Urlaub war doch ganz nett. Auch mit Maske…

Ach ja, wen es interessiert: Hier noch die neuen Regeln laut Ministerpräsidentenkonferenz heute.

Ab sofort:

  • keine Kontaktbeschränkungen für Geimpfte mehr
  • keine Kontrollen des Impfstatus beim Shoppen mehr
  • 3 G für Hotel und Gastro
  • 2G+ für Diskos / Clubs oder geboostert.

Ab 20.3. dann gar nix mehr!

So long and thanks for reading bis hier hin…

 

***

 

Der Vollständigkeit halber hier noch meine Meinung zu einer Gegenrede:

Margarete Stokowski schrieb eine Woche zuvor auf Spon auch ein Kolumne über Corona mit dem Titel “Wütende Grüße vom Krankenbett”. 

Darin schildert Sie Ihren “milden Verlauf” mit Corona mit den Worten, Zitat: “diffuse[s] Unwohlsein und Kopfschmerzen […] trotz dreifacher Impfung […]”

Zitat weiter: “Ich habe lange genug den Drosten-Ciesek-Podcast gehört, um zu wissen, dass die meisten von uns sich irgendwann infizieren werden. Nö, darauf habe ich keine Wut. Aber auf die Gesamtsituation, in der wir alle uns befinden. Weil so wahnsinnig viel falsch läuft und so viele das in einer Mischung aus Erschöpfung, Ignoranz und Fatalismus hinnehmen. Sogenannte Alternativlosigkeit, in ihrer tödlichen Variante.”

Es folgt ein berechtigter Rant darüber dass vor allem Alte Menschen, Vorerkrankte, Obdachlose usw. von der Politik alleine gelassen werden. 

Die Tage kam mir auch irgendwo die Meldung entgegen dass bei so genannten “Schattenfamilien”, also Familien in denen es eine Person gibt die eine Coronainfektion besonders vermeiden muss weil Sie sehr stark vorerkrankt ist, die Angst umgeht dass es bald saftige Geldstrafen hageln könnte wenn das Kind wieder zum Präsenzunterricht gezwungen werden würde wo es sich anstecken und das Virus mit nach Hause bringen könnte. Das sind alles so Sachen wo Ich mich frage: Warum kommt von der Politik dazu keine Antwort. Ist der neoliberale “Survival of the fittest”-Einfluss der FDP auf die Regierung doch grösser als Ich dachte? 

Zitat zu einem “milden Verlauf”: “Es ist für mich jetzt der 16. Tag seit Symptombeginn, es ging mir zwischendurch richtig dreckig, rund zehn Tage. […] ich habe weiterhin täglich Kopfschmerzen, null Appetit, enorme Müdigkeit und zwischendurch erschöpfen mich die banalsten Tätigkeiten (z. B. duschen) so sehr, dass ich mich hinsetzen oder hinlegen muss, ich habe Wortfindungsstörungen und kann mich schlecht konzentrieren.”

Hier habe Ich den Eindruck, dass das einfach das falsche Framing der Politik war. Mild ist vielleicht mein Chili con Carne das Ich koche, weil da keine Chilis drin sind, aber unter einem milden Verlauf stelle Ich mir etwas anderes vor als das was hier beschrieben wird. 

Lobo schrieb oben, Zitat: “Ich habe akzeptiert, dass sich früher oder später alle anstecken, wie die meisten Fachleute sagen.” – Es ist der innere Zwiespalt der mich da zwickt. Einerseits sag Ich mir auch, joa mei, wenns mich erwischt dann isses halt so, andererseits liest man dann was ein “milder Verlauf” ist und denkt so, will Ich eigentlich nicht haben. Das ist wie mit den zwei Stimmen die in meinem Kopf permanent miteinander streiten. Die eine sagt “Boah, geil, Big Mac, Pommes, Mayo, Cola, Chicken Nuggets und nen McFlurry hinterher – das MUSS Ich jetzt haben! Sofort!” und die andere sagt: “Eigentlich wolltest du 2022 doch ein wenig abnehmen…”. Mal gewinnt die eine Stimme, mal verliert die andere. Oder so ähnlich. Sind wir ehrlich: Hab Ich jemals tatsächlich dann keinen BigMac gekauft? Was meint Ihr?

Weiter geht es in Stokowskis Kolumne mit der angeblichen “Spaltung” der Gesellschaft. Auch das so ein Narrati das Ich nicht mehr hören kann! Diese nicht vorhandene Spaltung wird uns von genau den Deppen permanent versucht einzureden die spalten wollen aber es nicht hinbekommen. Wenn Ich dann unseren Ministerpräsident von Sachsen, Herrn Kretschmer sehe, wie er sich mit “besorgten Bürgern” unterhält die mit Fackeln vor seinem Haus demonstrieren. MIT FACKELN!!! Da kommt mir die Kotze hoch! Hier würde Ich mir mehr und deutlichere Abgrenzung der Politik wünschen. Klare Kante und Klare Ansagen: Ihr seid nicht die Menschen von denen Ich will dass Ihr mich wählt!

Es gibt nachweislich keine Spaltung der Gesellschaft! Es gibt ein paar Deppen die viel heiße Luft produzieren und Medien die uns diese heiße Luft als was verkaufen wollen das irgendwie beachtenswert ist. 

Zitat hier: “[…] während die anderen Spaltungen, die wesentlich dramatischer sind, unter den Tisch fallen: die Spaltung zwischen denjenigen, die eine Infektion gut wegstecken können und denen, die das nicht können. Oder die Spaltung zwischen denen, die sich locker zu Hause isolieren können und denen, die alte oder kranke oder behinderte Menschen pflegen und nicht so leicht ersetzt werden können. Oder die Spaltung zwischen denen, die auf die aktuellen Infektionszahlen mit einem zynischen »jetzt ist auch egal« reagieren und denen, die längst völlig jenseits der Grenze ihrer Kräfte sind, zum Beispiel Eltern oder Risikopatient*innen oder Pflegekräfte oder Angehörige von Schwerkranken. Oder die Spaltung zwischen denen, denen die Pandemie finanziell kaum schadet und denen, die längst ihre Ersparnisse aufgebraucht haben, weil sie nicht so arbeiten können wie vorher.”

DAS sind die Probleme denen die Medien und die Politiker mehr Aufmerksamkeit schenken sollten. Nicht den Querfickern auf der Straße. Das ist ein Problem der Polizei, nicht der Politik!

Auch wenn Ich oben geschrieben habe dass es mir mittlerweile egal ist wie das mit Corona weitergeht und wer sich wie und wo wie oft mit was auch immer infiziert möchte Ich hier noch einmal ganz klar sagen dass Ich dennoch Verständnis für Menschen habe denen das wesentlich mehr Angst macht als mir. Menschen die wie schon beschrieben vorerkrankt sind, die alt und gebrechlich sind usw. Wer solchen Menschen sagt dass Sie sich bitte nun mal nicht mehr so haben sollen der ist ein Arschloch!

Ich halte mich bewusst von solchen Personen so gut es geht fern, denn Ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren nur weil Ich mich mit meinem Leben und meiner Gesundheit vielleicht für einen nachlässigen Umgang mit Corona entschieden habe eine andere Person zu gefährden und vielleicht sogar zu töten!

Siehe hierzu auch meine Auslassung zu den Schulpflichtigen mit vulnerablen Personen im Haushalt / der Familie oben. 

Ein weiteres Zitat der Kolumne dem Ich nur zustimmen kann lautet: “Wobei es mir inzwischen fast schon lieber wär, die zuständigen Politiker*innen wären wenigstens ehrlich. Sagt es doch, dass es euch hauptsächlich darum geht, die Wirtschaft am Laufen zu halten, und dass es euch vergleichsweise egal ist, wenn alte Menschen sich nicht mehr hinaustrauen, Kinder und Erwachsene Long Covid kriegen, wichtige Operationen verschoben werden müssen, Frauenhäuser überfüllt sind, mehr Leute an Krebs sterben und euer Ziel definitiv nicht ist, dass möglichst wenig Leute krank werden oder sterben oder arm werden oder verzweifeln.”

Daran musste Ich in den letzten Tagen und auch beim schauen der Pressekonferenz vorhin denken: Ich wär bestimmt kein guter Politiker da Ich zwar manchmal, da wo man nicht unbedingt Tacheles reden muss (Tante), auch sehr diplomatisch sein kann aber in so einem Fall dann wohl doch zu meiner grundehrlichen Natur zurückfallen würde und den Journalisten eiskalt ins gesicht sagen würde: “Sorry, tut mir leid aber dieses ganze rumgeheule von wegen aber die Oma stirbt interessiert den gemeinen Lufthansa Aktionär aber nicht und die Lufthansa schafft im Gegensatz zu deiner toten Oma einfach mehr Jobs. Die beschäftigt wennse tot ist nur den Bestatter.”. 

Denn, seien wir doch mal ehrlich: Wir leben in einer kapitalistischen Gesellschaft in der die Politik Ihr Handeln danach ausrichtet dass es der Wirtchaft gut geht, denn wenn es der Wirtschaft gut geht dann geht es auch der Bevölkerung gut. Ach so, ja, es sein denn wir haben Pandemie. Mist. 

Stokowski schreibt weiter dass man wütend werden kann dass Kindergartenkinder in Berlin nicht mehr in Quarantäne sollen weil das den Behörde zu viel Arbeit macht. Könnte das an der neoliberalen Denke eines “schlanken Staates” liegen? Auch so ein Scheiss über den die Tage mal noch ein Artikel kommt. Dazu passt auch dass in der kritischen Infrastruktur die Wochenarbeitszeit auf 60 h heraufgesetzt werden soll und man da trotz Infektion arbeiten gehen soll. Tolle Lösung! Erst das System kaputtsparen und dann die Scherben zusammenkleben und arbeiten schicken. Gerade im Altersheim eine gute Idee! Sollen die infizierten Pfleger doch die vorerkrankten Bewohner anstecken und schwupps haben sie ein paar Wochen später wie von Zauberhand weniger zu tun! Genial!

Warum macht sich die Politik nicht lieber Gedanken darum dass sich viele im Gesundheitswesen nicht impfen lassen wollen? Man hat nun eine Impfpflicht für Gesundheitsmitarbeiter beschlossen. Sehr gut! Ich bin mal gespannt wie sich das in den kommenden Monaten auswirken wird. 

Die Tage hab Ich mit jemanden den Unterschied zwischen Impf-Pflicht und Impf-Zwang diskutiert, da in Österreich ja eine allgemeine Impf-Pflicht eingeführt wurde, was bedeutet dass man sich ab 18 Jahren impfen lassen MUSS oder sonst ziemlich saftige Strafen zahlen soll. Ich wurde darauf hingewiesen dass eine Impf-Pflicht möglich sei, wohl aber kein Impf-Zwang. Warum eigentlich nicht? Warum kann man keinen Stichtag ausrufen zu dem jeder geimpft sein muss (ausser denen die sich vom Gesundheitsamt bestätigen lassen dass es gesundheitlich WIRKLICH nicht geht) und wer es bis dahin nicht ist, der wird per Haftbefehl gesucht, und wenn er gekascht wurde zwangsgeimpft. Da hätten die ganzen Impfgegner endlich wirklich mal einen Grund auf die Straße zu gehen…

 

***

 

Ach ja, was soll Ich abschliessend denn hier für ein Fazit ziehen? 

In meiner Brust schlagen da zwei Herzen: Das eine dem der ganze Corona-Mist mittlerweile egal ist und das andere das dennoch von der Politik enttäuscht ist dass Sie Ihrer Verantwortung nicht nachkommt und die Menschen nicht schützt die Schutz brauchen. 

#Ich habe in der letzten Zeit einfach Probleme mit der kognitiven Dissonanz zwischen “da ist immer noch Pandemie und das ist gefährlich!” und “ja wo ist denn die Pandemie, Ich seh sie nicht!”. Genau das war auch die Intention für diesen Artikel nachdem Ich diese beiden Kolumnen gelesen habe. Es ist einfach schwer zu ertragen wenn man WEISS dass wir diese Pandemie noch nicht für beendet erklären können und dass das alles immer noch gefährlich ist und teilweise massivste Auswirkungen auf das Leben einzelner Menschen und / oder ganzer Familien hat man selber aber davon nichts mitbekommt. Ich glaube Ich habe hier irgendwann mal geschrieben dass das wie mit den Klimawandelleugnern ist die zwar dauernd gesagt bekommen, schau mal da Waldbrände und da Überflutungen, aber zu Hause in Ihrem Wohnzimmer am eigenen Leib davon nichts mitbekommen. 

Ich persönlich kenne nur eine Person persönlich die mal Corona hatte und die aber sagte, joa geht schon wieder alles und die sich dennoch nicht impfen lässt. Auch hier: Wäre Ich nicht so intelligent wie Ich es bin könnte Ich sagen, Corona kann nicht so schlimm sein, denn Ich kenne keinen der ernsthaft daran erkrankt ist.

Es fällt mir einfach schwer diese beiden Eindrücke unter einen Hut zu bringen…

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