Ja, da ist mir ja gerade aufgefallen, dass Ich noch gar keine Urlaubsnachbetrachtung geschrieben habe!
Vom 10. – 16. Mai hatte Ich eine Woche Urlaub. Ich hatte den Feiertag in Sachsen genutzt so dass ich nur 4 Urlaubstage für eine Woche verbraten musste. Das mache Ich immer so. So liege Ich mit meinem Mai-Urlaub ziemlich in der Mitte zwischen meinen 2 Wochen Geburtstagsurlaub Januar / Februar und meinen 3 Wochen Sommerurlaub im September.
Samstags packte Ich in aller Ruhe meine Sachen. Diesesmal wesentlich weniger als sonst: Keine Kaffeemaschine (Mama hat nun auch eine Senseo), keine Bettwäsche (Mama hat auch eine Daunendecke und Baumwollbezüge und nicht nur Fleecedecken mit Mikrofaserbezügen!) und so weiter. Ich hatte tatsächlich nur einen grossen Koffer mit Kleidung, Laptop usw. und einen “Pfeifenkoffer” dabei. Dazu und zum Reisen mit weniger Gepäck bald mehr.
Sonntags ging es über die leere Autobahn gen Westen. Merke: Wer früh losfährt ist früh da. Gegen 15 Uhr oder so war ich in der Heimat. Ein kleines Scharmützel blieb nicht aus: Die Abfahrt der Schnellstrasse (Bundesstrasse) die direkt an die Abfahrt der Autobahn meines Heimatortes anschliesst wird saniert und war gesperrt. Hat mir natürlich keiner gesagt. Erst über einen riesen Umweg kam Ich nach Hause zu meinem Elternhaus. Naja…
Dort angekommen begrüsste mich meine Mutter und Ihr neuer Mieter der in die Einliegerwohnung zieht in der mein verstorbener Onkel gewohnt hat.
Nach Kaffee und Kuchen packte Ich aus, viel machen wir an dem Abend nicht mehr.
In den folgenden Tagen half Ich die Wohnung meines Onkels leer zu räumen. Steckregale auseinanderbauen (solche Keller Schwerlastregale wie Ich sie mir für meine Wohnung auch gekauft habe um ca. 10 m Aktenordner unterzubringen), Schränke abschlagen, Sachen ausräumen usw.
Das ganze war schon ziemlich schlauchend. Ich merke in letzter Zeit immer mehr wie meine Kondition immer mehr den Bach runter geht. Dennoch, Ich versuchte meinen Urlaub auch zu geniessen. Es war schön mal andere Menschen zu treffen. Nein, das stimmt so nicht, es muss heissen: Es war schön mal Menschen zu treffen. Seit über einem Jahr lebe Ich vollkommen isoliert im Homeoffice, das ist furchtbar. Ich habe ja hier in Dresden ausser meinen Arbeitskollegen ja gar keine sozialen Kontakte.
Mein Cousin war ab und an da. Einen Tag besuchten wir seine Freundin und deren Familie in einem Ort nahe Kaiserslautern zum Kaffee trinken (natürlich ohne jegliche Coronaregeln einzuhalten: Wir waren 6 Personen aus 5 Haushalten). Nunja, es war dennoch ein schöner Nachmittag.
Dazu passt aber auch seltsamerweise der neue Mieter meiner Mutter der die ganze Zeit irgend etwas von “die Regierung will uns alle unterdrücken” und “die wollen uns mit dem Virus alle kontrollieren, in Wahrheit ist das alles gar nicht so schlimm” faselte. Naja, einfach keine Antwort geben und immer schön “hmmm…” sagen ist da meine Devise. Ich bin zu faul um mit solchen Leuten zu diskutieren. Nervig war es dennoch dass er und meine Mutter an dem Sonntag als Ich ankam und wir beim Kaffee sassen kein anderes Thema drauf hatten. Naja…
Dann meldete sich der Freund der verstorbenen Mutter meines Cousins. Er habe aus dem Nachlass seines Sohnes (der hat sich vor einigen Jahren mit, keine Ahnung, Anfang / Mitte 30 das Leben genommen). noch viele “Videos” (sic!). Er brauche die nicht mehr. In Erwartung schöner Filme machte Ich mich auf den Weg in einen nahe gelegen Ort im Kreis. Dort angekommen wurden mir (natürlich auch unter Missachtung aller Coronaregeln) vier grosse Umzugskisten voller “Filme” in Form von Videokassetten (!) präsentiert. Ach du jemine dachte Ich da nur. Alles mehr oder weniger US Blockbuster aus den 80er, 90er und frühen 2000er Jahren. Mit Mühe und Not bekam Ich die in meinen Polo. Ich hatte auf DVDs gehofft, aber dashier. Nunja, Ich hatte nunmal zugesagt dass Ich sie nehme also hielt Ich mein Wort. Sie stehen nun in Mamas Keller und waren auf einen Abtransport im kommenden Septemberurlaub. Zum umkopieren alter VHS-Kassetten kommt gegen Ende des Jahres auch noch mal ein langer Artikel wenn Ich diese Filme und auch die Videokassetten die Ich letzten September von meiner Tante bekommen habe endlich mal auf DVD umkopiert habe. Daran hatte Ich mich die Tage versucht, was aber in einer totalen Katastrophe endete.
Statt der Filme konnte Ich aber ca. 250 Bücher von meinem Onkel mitnehmen. Das meiste alte Romane usw. Einen Grossteil von 500 Büchern oder mehr hatte er mir ja 2010 oder so mal gegeben als er noch bei seinen Eltern im Haus wohnte (das ist eine andere Geschichte) und die das Zeug da weg haben wollten.
Den Rest des Urlaubs verbrachte Ich meistens im Wintergarten Youtube-Videos oder Netflix-Filme / -Serien schauend. Das ist echt was, was mir hier in meiner Wohnung fehlt: Ein Wintergarten oder zumindest ein Balkon…
Ja, das Problem war dass Ich weniger entspannt aus dem Urlaub zurückkam als Ich hoffte. In den zwei Wochen nach dem Urlaub war Ich leider relativ groggy und kaputt. Ein Erholungsurlaub war das leider nicht wirklich, dennoch war es gut dass Ich mal ein paar Tage aus meinem Alltagstrott rauskam und ein paar Menschen getroffen habe.
Ach, was freue Ich mich auf meinen Septemberurtlaub . . . .